Aus Alt mach Neu : Höckerchen

In der letzten Zeit hat mich meine Einrichtung ziemlich genervt, da alles sehr zusammengewürfelt war, zwar war der Stil der selbe, aber die Farben waren verschieden. Da ich es zu schade finde, die Möbel nur wegen Ihrer Farbe auf den Müll zu schmeißen, habe ich sie einfach etwas verschönert, bzw. an meine Einrichtung angepasst.
Da der großteil meiner Möbel weiß ist, gab es auch keine Probleme beim Treffen des richtigen Farbtons.
Bei einer Einrichtung in den verschiedensten Holzfarben kann es schon schwieriger werden, genau den richtigen Farbton zu finden.

Kommen wir nun also zu meinem ersten Testobjekt.
Ich hatte an meinem Nähtisch einen Hocker von Ikea, der mit seiner Naturholzfarbe überhaupt nicht ins Konzept passte. Zudem war die Sitzfläche nicht gepolster, was auf dauer doch etwas unbequem ist.

Ich habe mich also kurzerhand entschlossen, dass Teil etwas zu verschönern und die Arbeitsschritte mit euch zu teilen. Damit ihr wisst, von welchem Höckerchen ich rede habe ich natürlich noch ein „vorher-Foto“ gemacht.

Zuerst brauchen wir natürlich etwas Zubehör und die passenden Geräte.

Acrylfarbe

Klarlack

Schaumstoffrolle

Pinsel

Akkuschrauber

Tacker

Kunstleder

Polsterung

Feines Sandpapier

Schritt 1

Als erstes habe ich die Beine des Hockers abgeschraubt und sorgfältig mit feinem Sandpapier angeschliffen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass alles schön gleichmäßig geschliffen wird und keine tiefen Furchen entstehen. Wichtig ist, dass immer in Richtung der maserung geschliffen wird.

Nachdem alles abgeschliffen ist, sollten alles Staubrückstände entfernt werden. Dies geht am besten durch Pusten . Danach sollte das Möbelstück noch mit einem feuchten Handtuch abgewischt werden.

Nachdem das Möbelstück trocken ist, kann es mit der Lackierung losgehen .  Mit einer Schaumstoffrolle bekommt man ein sehr feines und glattes Ergebnis.

Die Farbe sollte nun gut durchtrocken – ich habe den Hocker 3-4 Stunden in die pralle Sonne gestellt.

Nachdem alles gut gestrichen ist, sollte noch ein Klarlack aufgetragen werden. Hier ist darauf zu achten, dass er sich mit der Acrylfarbe verträgt. Die bringt das Möbelstück erst richtig auf Hochglanz.

Natürlich ist dies kein Muss – wer den Matt-Look bevorzugt, kann auf den Klarlack verzichten – so wie ich.

 

Schritt 2

Kommen wir nun zur Polsterung-

Als erstes benötigen wir ein Geeignetes Material….Ich habe mich für  solch komische Flocken entschieden 🙂

Diese habe ich dann auf der Sitzfläche positioniert. Damit diese auch gut halten und fixiert werden, habe ich noch ein Weiteres Material darüber gelegt, welches ich dann auch befestigen konnte.

Schritt 3

Das ganze muss nun gut festgehalten und umgedreht werden, damit die Füllung fixiert werden kann.

Nun werden die Ecken straffgezogen und mit dem Tacker fixiert. Die ein oder andere Klammer mehr kann hier nicht schaden. Dort wo die Beine des Hockers hinkommen, habe ich eine Aussparung aus dem Material geschnitten.

Fertig sieht das ganze nun so aus . Damit ich genau weiß, wo die beine rankommen, habe ich zu Beginn die Beine gestrichen, so entstanden dann die richtigen Markierungen.

Schritt 4

Die Polsterung mit dem Kunstleder erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Als erstes sollte ein Viereck ausgeschnitten werden, dass weit genug über den Rand der Sitzfläche hinausragt.

Nun sollte das Leder an einer Seite des Hockers fixiert werden. Die gegenüberliegende Seite wird nun straffgezogen und ebenfalls fixiert.  Mit den beiden übrigen Seiten wird dieser schritt wiederholt.

Das ganze sollte ab und zu umgedreht werden, um zu schauen, dass wirklich keine Falten entstehen.

Nun wird die erste Ecke umgeschlagen und fixiert. Hier sollte sehr darauf geachtet werden, dass keine Falten an der Seite oder gar auf der Sitzfläche entstehen. Hier muss man einfach etwas herumprobieren, wie man den Stoff legen muss, dass dies nicht passiert.

Jetzt dürfen auch die mittlerweile durchgetrockneten Beine wieder an den Hocker geschraubt werden.

Am Ende sollte das Ganze dann in etwa so aussehen. Leider habe auch ich die ein oder andere Falte an der Seite, diese konnte ich jedoch später durch erneutes umlegen des Stoffes reduzieren.

 

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