Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Der Sommer ist, nach einer etwas längeren Regenzeit, endlich wieder da und die Sonne strahlt von morgens bis abends vom Himmel. Wer viel Zeit im Freien verbringt, kann sich schnell einen Sonnenbrand holen. Während der Sonneneinwirkung merken die Betroffenen meist nicht, dass sie sich der Sonnenstrahlung schon viel zu lange ausgesetzt haben. Erst einige Stunden später bemerken sie die ersten Symptome. Die Haut ist knallrot, brennt fürchterlich und in schlimmen Fällen entstehen sogar Blasen.

Wer sich einen unangenehmen Sonnebrand holt, sucht rasch schnelle Hilfe, doch nicht immer sind  Après Lotions die beste Wahl. In diesem Artikel möchte ich näher auf den Sonnenbrand, Schutzmaßnahmen und letztendlich auf die Erste Hilf bei Sonnenbrand mit Hausmitteln eingehen.

Was ist eigentlich ein Sonnenbrand und wie ensteht er?

Schuld an der rötlichen Färbung unserer Haut ist die UV-Strahlung, die in die Haut eindringt und dort das Zellgewebe schädigt. Durch diese Schädigung kommt es zu einer Entzündungsreaktion und zu einer Erweiterung der Gefäße. Dies äussert sich für uns als knallrote und heisse Haut. Dermatologen unterscheiden beim Sonnenbrand zwischen 2 Stufen : Stufe eins mit leichter Hautrötung und Stufe zwei mit zusätzlicher Bläschenbildung.

 

Sonnenschutzmittel 

Um sich gegen einen Sonnebrand zu schützen verwenden viele Menschen Sonneschutzmittel – doch dasss diese Mittel gänzlich vor Sonnebrand schützen ist leider noch immer ein weit verbreiteter Irrglaube.

Richtig ist, dass ein Sonnenschutzmittel, die Zeit , die man sich der Sonne aussetzen kann ohne einen Sonnebrand zu bekommen erheblich erhöht.

Unsere Haut verfügt über eine sogenannte Eigenschutzzeit, die uns sagt wie lange wir in der Sonne bleiben können, ohne dass wir einen Sonnebrand bekommen. Diese Eigenschutzzeit beträgt je nach Hauttyp zwischen 3 Minuten für sehr helle Haut und vierzig Minuten für den dunkleren Hauttyp. Der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels erhöt die Zeit, die wir in der Sonne genießen können ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Dabei gilt die Faustformel:
[box type=“info“] Eigenschutzzeit × Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittel = maximale Zeit in der Sonne ohnen Sonnebrand bei UV Index 8 ( Mittagssonne im Sommer in Mitteleuropa)[/box]

Sonnenbrand behandeln

Gerade wenn man sich im Urlaub befindet, sollte man immer ein Auge auf den UV Index werfen, denn ist dieser höher als 8 verringert sich die Zeit in der Sonne , liegt dieser niedriger, könnte man theoretisch noch länger in der Sonne bleiben. Expreten empfehlen jedoch, die maximale Zeit in der Sonne nicht komplett auszunutzen, sondern sie nur zu 2/3 zu nutzen.  Ausführliche  Informationen zum UV-Index gibt es beim Bundesamt für Strahlenschutz.

 

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Wer sich trotzdem einen Sonnenbrand eingefangen hat, möchte diesen natürlich schnell Lindern. Oft wir hier zur Après Lotion oder zu speziellen Mitteln bei Sonnenbrand gegriffen. In den meisten dieser Mittel ist Aloe Vera Gel enthalten, dass sowohl, kühlend als feuchtigkeitsspendend wirkt. Leider enthalten diese Erste Hilfe- Mittelchen aber auch noch einen Haufen anderer Stoffe, die bei einem Sonnenbrand ehr verschlimmernd als lindernd wirken. Durch etliche – oft chemische Zusätze- wird die eh schon angegriffenen Haut noch zusätzlich gereizt.  Zudem sind diese Produkte oft nicht ganz günstig.

Um die Symptome vom Sonnenbrand zu lindern und die Haut bei der Regeneration zu unterstützen gitb es viel einfachere Mittel, die in fast jedem Haushalt zu finden sind. Diese Mittel sind wesentlich schonender für die Haut und für den Geldbeutel.

1. Kühlen

Ist die Haut bereits gerötet, hilft in jedem Fall die Kühlung der betroffenen Stellen . Die Kälte hemmt die Entzündung und lindert den Schmerz .

ABER ACHTUNG : Ein Sonnebrand sollte nicht mit Eis oder anderen Dingen aus dem Gefrierfach gekühlt werden , sonder nur mit Tüchern, die in kaltem Wasser getränkt wurden.

2. Flüssigkeitsausgleich

Durch den Sonnebrand verliert die Haut viel Flüssigkeit, es empfiehlt sich also viel Wasser oder auch kalten Tee zu trinken. Getränke mit viel Zuckerzusatz sollten vermieden werden.

3.  Der Kühlschrank als Erste Hilfe-Schrank

Auch wenn es für einige etwas eklig klingen mag – Milchrodukte lindern die Symptome vom Sonnebrand und ermöglichen eine schmerzfreie Zeit.

Joghurt oder auch Quark mit einem kleinen Esslöffel Olivenöl vermischen und auf die Betroffenen stellen geben. Da beides an der Luft relativ schnell trocken würde, was widerum zu einem Spannungsgefühl auf der Haut führt, sollte man die eingeriebenen Stellen mit kalten, feuchten Tüchern umwickeln.

Man mag es kaum glauben, aber auch Essig wirkt bei Sonnebrand Wunder .

Man mischt einen ½ Liter Wasser mit etwa ¼ Liter Obstessig und taucht weiche Leinenhandtücher in die Flüssigkeit. Die Tücher gut auswringen und auf die betroffenen Stellen legen.

Die Essigumschläge wirken schmerzlindernd, kühlend  und helfen der Haut bei der Regeneration.

4. die Haut mit Samthandschuhen anfassen

Auch schwere, nicht luftdurchlässige Kleidung kann bei einem Sonnebrand unangenehm sein. Wenn möglich sollten die Betroffenen Stellen nur mit kalten wickeln eingepackt werden. Erforder der Alltag das Tragen von Kleidung 🙂 sollte man leichte Kleidung aus Leinen oder anderen luftfurchlssigen Naturfasern tragen.

5. Auszeit von der Sonne

Natürlich möchte man die Sonne nutzen wenn sie denn mal da ist. Hat man aber bereits einen Sonnebrand sollte man die betroffenen Stellen gut schützen.

 

Mein ultimativer Erste-Hilfê- Tipp bei Sonnebrand

Nachdem ich zu Beginn des Sommers einen heftigen Sonnenbrand an Oberarmen und Schultern hatte, habe ich einiges ausprobiert um die Schmerzen zu lindern.

Und das kam dabei heraus.

2 EL Heilerde (ultrafein) mit Wasser mischen, bis eine breiige Masse ensteht

1 EL Olivenöl

150 g Quark

Gel aus einem Blatt Aloe Vera

Alles gut Mischen und nun den Brei schön auf die betroffenen Stellen geben.

Damit daraus keine riesen Sauerei wird und das Gemisch nicht so schnell auf der Haut trocknet habe ich eine Mullbinde in kaltes Wasser getaucht und diese Locker um meinen Arm und Schulter gewickelt.

Das Ganze habe ich dann mindestens 3 Stunden auf der Haut gelassen und bereits am Abend war die Haut nicht mehr so extrem heiss und rot. Am nächsten Tag war alles wieder gut .

 

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