Selbstorganisation vs. Fräulein von Chaos

Selbstorganisation

Ich habe eine gefühlte Ewigkeit an keiner Blogparade teilgenommen, obwohl ich das Konzept super finde um sich mit anderen Bloggern zu vernetzen und die Ideen, Tipps und Anregungen anderer Menschen zu lesen und sich davon inspirieren zu lassen. Nun habe ich durch Zufall die Blogparade von Katja – Hallo Namensvetterin 🙂 – und Jessika entdeckt. Das Thema hat mich gleich angesprochen, da ich seit Jahren versuche, meine Selbstorganisation zu optimieren.

Was bedeutet Selbstorganisation für mich?

Ordnung! Ja ich mag Ordnung – das mag für den ein oder anderen der mich kennt komisch klingen, denn wenn Chaos menschliche Gestalt annehmen kann, dann meine. Auf meinem Schreibtisch stapeln sich oft die Unterlagen. Das liegt natürlich nur daran, dass mein Organisationssystem zwar sehr ausgeklügelt ist, dafür aber auch Zeit in Anspruch nimmt, die mir manchmal einfach fehlt. Also ist es einfacher erstmal alles auf einen Stapel zu packen und sich dann durch den Stapel zu arbeiten….JA man könnte jetzt sagen, dass es leichter ist, alles gleich abzuheften, aber das geht nicht, es muss ja erst bearbeitet werden…also kommt es auf den TO-Do Stapel. Dann gibt es da noch den DONE Stapel, logisch, dass dort alles landet was schon bearbeitet wurde. Man könnte es auch gleich abheften, aber welchen Zweck hätte denn dann dieses hübsche Ablagefach bitte?

Nur ein Genie beherrscht das Chaos 😉

Wenn ich jemanden an meinen Schreibtisch setzen würde, wäre dieser kurz maßlos überfordert…wenn er aber versucht das Chaos auszublenden und sich zu den Ordnern begibt, wird er ganz schnell merken, dass alles seinen Platz hat. Meinen Papierkram habe ich – für mich – schlüssig und sinnvoll sortiert.

Aber zur Selbstorganisation gehört auch all das, was man digital organisieren kann. Ich hasse es, wenn irgendwelche Infos, Dinge etc. an 1000 verschiedenen Orten herumschwirren. Zudem nutze ich Handy, Tablet, PC und Notebook. Eine große Voraussetzung ist also, dass ich von überall auf meine Notizen Zugreifen kann.

Welche Tools nutze ich zur Selbstorganisation?

Da mir ständig Ideen im Kopf herumschwirren und ich die dann auch schnell aufschrieben muss, bevor sie wieder weg sind, habe ich Evernote für mich entdeckt. Die App gibt es für Android, IOS und PC. Der Vorteil ist ganz klar die Synchronisation, sodass alle Notizen immer auf jedem Gerät verfügbar sind. Für mich absolut Optimal für alles was mit Text zu tun hat. Die kostenlose Version ist für mich völlig ausreichend.

Zudem bin ich ein exzessiver Pinterest Nutzer. Zum einen hole ich mir dort Inspiration und speichere dort alles, was ich mal umsetzen möchte. Rezepte, Workouts, DIY, Haarfarben…alles mögliche habe ich bei Pinterest. Da ich ein visueller Mensch bin könnte ich Stunden damit verbringen mich durch die Millionen Bilder zu scrollen. Wenn man sich seine Boards gut organisiert kann Pinterest eine echte Bereicherung sein.

Für Mails und Termine nutze ich ganz altmodisch Outlook. Das synchronisiert sich wunderbar mit meinem Smartphone und mehr brauch ich da auch nicht.

Ein weiteres altmodisches Tool für alles was mit meinem Blog zu tun hat ist mein Blogplaner, den ich auch nicht mehr missen möchte. Er liegt im Haus immer dort, wo ich auch bin, sodass ich dort sofort Notizen machen kann. Zudem kann ich dort meine Artikel planen, habe einen Kalender und auch TODO Listen.

Den kostenlosen Blogplaner habe ich bereits im Dezember zum kostenlosen Download angeboten. Das ein oder andere Exemplar fliegt hier auch noch rum, also falls noch jemand interesse habt schaut mal im Kreavida-Shop vorbei, ob es noch Exemplare gibt.

Blogplaner 2016 Download

Seitdem ich den Planer nutze hat auch meine Zettelwirtschaft arg abgenommen. Hier lagen ständig irgendwo irgendwelche Zettel rum auf denen dann irgendetwas stand, von dem man 2 Monate später nicht mehr wusste, womit das geschriebene zu tun hat.

Ansonsten nutze ich noch einige Trackingtools, die ja irgendwie auch zum Thema Selbstorganisation gehören. So habe ich eine smarte Waage die mit einer App auf meinem Handy verbunden ist und die Daten zudem dank IFTTT direkt im Textformat in Evernote landen. Meine sportlichen Aktivitäten – wenn ich das überhaupt so nennen kann tracke ich mit google health oder s health . Das wichtigste tool darin ist aber eigentlich nur der Schrittzähler 🙂 Aber ich glaube zu den ganzen Trackingtools werde ich mal einen eigenen Artikel schreiben, denn da gibt es noch etliche Apps die ich nutze.

Ich habe in der Vergangenheit wirklich etliche Tools ausprobiert, getestet, alles darauf umgestellt um dann doch festzustellen, dass es nicht das Optimum ist. Auch jetzt bin ich noch nicht vollends zufrieden, aber alles funktioniert reibungslos. Und da ich grundsätzlich ein Chaotischer Mensch bin, wird es für mich vielleicht auch nie die perfekte Lösung geben…Ich glaube die Tools die man nutzt machen auch nur 50 % aus. Die andere Hälfte ist die eigene Einstellung und wie man das Ganze angehen möchte. Eine Methode die mir sehr zugesagt hat war: GTD – Getting things done

Gerade für Chaoten wie mich, die erstmal tausend dinge im Kopf „aufbewahren “ ist diese Methode eine gute Möglichkeit den Kopf frei zu bekommen. Getting things done scheint auch wirklich sehr beliebt zu sein – verständlich, denn das Prinzip ist einfach, logisch und effektiv.

Am Ende muss jeder selbst herausfinden, welche Methode das beste ist und mit welchen Tools man die Selbstorganisation in den Griff bekommt.

Übrigens wird mein Einkaufzettel immer noch in meinem Kopf abgespeichert, was dazu führt, dass ich böse Blicke ernte, wenn meine bessere Hälfte einkaufen will und ich den halben Einkaufzettel vergessen habe, weil nicht aufgeschrieben….und das obwohl der Kühlschrank, und beide Türen die an die Küche grenzen mit Tafellack oder Folie beklebt ist…..Ich habe ihm versprochen, dass ich mich bessern werde …ich hab aber nicht gesagt wann 😉

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