Am Montag ist endlich wieder Halloween – ich liebe Halloween und wünsche mir an diesem Tag immer in den USA zu wohnen, denn dort wird es ja richtig schön gefeiert. Aber auch in Deutschland hat sich Halloween ja etwas entwickelt und man sieht immer mehr Kinder die durch die Straßen ziehen und „Süßes oder Saures“ fordern. Ok, zu uns verirrt sich sicherlich niemand, also habe ich mir die Halloween-Garten Deko in den letzten Jahren gespart. Obwohl mir bei der Planung des Blogartikels auch Angeboten wurde, einen Galgen für den Garten zu bauen, wo wir dann irgend eine Vogelscheuche ranhängen. Die Idee fand ich gut, aber wozu denn die Arbeit machen, wenn es eh niemand sieht. Wir haben die Galgen Idee also verworfen. Dafür durfte der Herr des Hauses aber die kandierten Äpfel fürs Shooting machen. Und da Halloween ist, durften die richtig schön, schaurig, schrecklich aussehen.
 
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Ich habe den gestrigen Nachmittag und Abend mit meinem Red Velvet Cake verbracht, denn den habe ich bisher nur ein einziges mal versucht zu backen und da ging es ordentlich daneben. Eigentlich sollte es beim ersten Versuch der Weihnachtskuchen werden, aber die Krümel sind dann mit Vanillesoße in der Auflaufform gelandet. Obwohl ich sehr sehr skeptisch war, ist er erstaunlich gut geworden. Jedenfalls was die Füllung anbelangt, denn mit dem Fondant habe ich mich natürlich wieder ewig gestritten – Fondant verzeiht keine Fehler. Ich bin großer Fan von Motivtorten, wage mich da aber eigentlich nicht ran, da ich dafür zu ungeduldig bin und immer viel zu zittrige Hände habe.
 
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Aber ich hatte diese Halloween-Torten-Vorstellung im Kopf und die musste unbedingt umgesetzt werden – auch wenn ich dabei mit Fondant streiten muss.

Der Red Velvet Cake , der ursprünglich mit einem Frischkäse-Frosting zubereitet wird wurde schon in den 20er Jahren im New Yorker Waldorf Astoria Hotel serviert. Wir haben es hier also mal wieder mit einem amerikanischen Rezept zu tun. Eigentlich kommt der rote Samtkuchen aber aus den Südstaaten. Seit ein paar Jahren ist der Kuchen auch bei uns wieder ganz groß im Kommen. Kein Wunder, denn er ist wirklich sehr lecker. Er passt auch ganz hervorragend zu Weihnachten.

Für mein Halloween Rezept habe ich das Frosting ausgetauscht und das Rezept etwas abgewandelt, so dass der Red Velvet Cake sich gut unter dem Fondant macht.
 
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Ganz so einfach wie meine anderen Rezepte ist der Red Velvet Cake nicht zuzubereiten, aber man bekommt es auch hin, da der Boden sich super verarbeiten lässt.

Zutaten Red Velvet Cake

Zutaten für den Boden

  • 370g Mehl
  • 25g Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 300g Zucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 170 g Butter
  • 80ml Olivenöl
  • 3 Eier
  • 1 Eigelb
  • Rote Lebensmittelfarbe ( Kauft 2 Tuben, das sollte ausreichen)
  • 300ml Buttermilch
  • 1 TL Essig
  • 1EL Zitronensaft

 
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Zutaten für die Füllung

  • 2EL Milch
  • 120g weiße Schokolade
  • 140g Butter
  • 60g Puderzucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Glas Kirschkonfitüre

Zutaten für die Ganache

100ml Sahne

300g weiße Schokolade
 

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Red Velvet Cake – die Zubereitung

Die Vorbereitung für den Red Velvet Cake solltet ihr schon sehr früh planen, da wir uns hier der Ganache widmen, die wir zum Einstreichen des Kuchens benötigen.

Beginnen wir damit, die Schokolade mit einem großen Messer in kleine Stücke zu hacken.

Die zerkleinerte Schokolade wird zusammen mit der Sahne über dem Wasserbad zum schmelzen gebracht. Hin und wieder sollte das Ganze umgerührt werden, jedoch nicht zu doll rühren, da sonst die Mixtur gerinnt und dann nicht mehr so schön glatt wird. Unter dem Fondant wäre das natürlich sträflich.

Sobald eine Cremige Masse entstanden ist kann die Ganache bei Zimmertemperatur etwa 4 -6 Stunden aushärten. Prüft immer mal wieder, die Konsistenz sollte am Ende ähnlich wie Nutella sein. Je nach Menge und der Sorte der Schokolade kann die Zeit bis zum aushärten stark variieren.

 

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Nun kommen wir zur Zubereitung des Red Velvet Cakes

Schritt 1 : Um sich später die Arbeit zu ersparen sollte man direkt drei Springformen benutzen, dann muss man den Boden später nicht teilen. Ansonsten kann man es auch mit einer oder zwei Formen. Die Formen werden schön mit Butter eingefettet, damit nachher nichts klebt.

Schritt 2: Nun das Mehl, mit Backpulver, Salz und Kakaopulver mischen. Alles gut vermengen.

Schritt 3: Nun die weiche Butter mit dem Zucker verrühren bis eine glatte Masse entsteht. Dann das Öl unterrühren und dann Schritt für Schrit die Eier und das Eigelb einrühren. Nun die Lebensmittelfarbe dazu geben.

Schritt 4: Nun die Buttermilch mit dem Essig mischen . Den Ofen können wir nun schon auf 175° (Umluft) vorheizen.

Schritt 5: Nun geben wir einen Teil der Mehlmischung und einen Teil der Buttermilch in die Buttermischung. Dabei immer schön rühren und wieder einen Teil Mehl einen Teil Buttermischung. So lange rühren bis alles wirklich gut vermengt ist und ein schöner glatter, samtiger Teig entstanden ist.

Schritt 6: Den Teig nun gleichmäßig auf die Springformen aufteilen und etwa 25- 30 Minuten backen. Wenn ihr nur mit einer Springform arbeitet, füllt 1/3 des Teiges ein und macht die Böden nach und nach. Das schneiden misslingt oft und so ist es viel leichter. Wenn ihr die Böden fertig gebacken habt könnt ihr alles schön abkühlen lassen.

 

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Schritt 7: Die weiße Schokolade mit der Milch über dem Wasserbad schmelzen. Schön langsam, und bei niedriger Hitze, sonst brennt sie an.

Schritt8 : In der Zwischenzeit die weiche Butter mit Puderzucker und Zitonensaft so lange verrühren, bis eine cremige Buttercreme entsteht.

Schritt9: Die Schokolade sollte nun geschmolzen aber nicht zu heiß sein( etwa 30° – max. 40°). Die Schoki langsam unter die Buttercreme rühren.

Schritt 10: Nun einen Boden auf eine Tortenplatte legen und mit der Buttercreme bestreichen. Boden 2 drauf und schön dick mit Kirschkonfitüre bestreichen. Da der ganze Kuchen ja recht süß ist, habe ich Sauerkirschmarmelade benutzt. Und nun Boden 3 oben drauf. Achtet drauf, dass alles schön gerade gestapelt ist und streicht die Ränder ab, sodass nichts aus dem Kuchen läuft.

Schritt 11: Nun kann der Kuchen richtig schön auskühlen ( am Besten nach draußen oder in den Kühlschrank stellen).

Schritt 12: Nun den Kuchen mit der Ganache schön sauber oben und am Rand einstreichen. Ich habe den Kuchen dann nochmal 1-2 Stunden stehen lassen und mich erst damm den Fondant gewidmet. Die Erklärunf wie man mit Fondant umgeht erspare ich mir, denn es ist mir ja nicht sonderlich gut gelungen. Es gibt im Internet aber etliche Seiten über Motivtorten, ich denke da bekommt ihr eine bessere Erklärung.
 
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Zugegeben, die Zubereitung des Kuchens kann den halben Tag in Anspruch nehmen, deshalb solltet ihr das gute Stück einen Tag vorher zubereiten, da er eh noch in den Kühlschrank muss.

Das klassische Rezept mit dem Frischkäse-Frosting ist ein klein wenig einfacher und nimmt natürlich weniger Zeit in Anspruch, da man hier nicht ständig am Schokolade schmelzen ist.

Beim anschneiden des Kuchens war ich sehr zufrieden und erleichtert, dass er im Inneren doch so gut aussah. Nach meinem ersten Fehlversuch vor ein paar Jahren hätte ich damit absolut nicht gerechnet. Und nachdem man es nun hinbekommen hat ist es auch gar nicht so schwer. Und nachdem der Kuchen nun schon verputzt ist kann ich euch sagen – UNBEDINGT nachbacken. Der Kuchen ist wirklich ein Genuss. Zwar schafft man nicht mehr als ein Stück, aber das hat ja auch was Gutes.